Wie kann betriebliche Mobilität zukunftsfähig, wirtschaftlich und zugleich attraktiv für Mitarbeitende gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Verwaltung und Wirtschaftsförderung beim Unternehmenstreffen auf der „Möwe“ in Haltern am See. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen praxisnahe Impulse, konkrete Beispiele aus dem betrieblichen Alltag sowie der persönliche Austausch untereinander. 

Menschen auf einem Boot für Foto aufgestellt
© Stadt Haltern am See

Nach dem Eintreffen der Gäste legte die „Möwe“ am frühen Abend zu einer rund einstündigen Fahrt auf dem Halterner Stausee ab. Bürgermeister Andreas Stegemann eröffnete gemeinsam mit Daniel Janning, Teamleiter Mobilität, Planung und Stadtentwicklung der IHK Nord Westfalen, die Veranstaltung. Moderiert wurde der Abend von Baudezernent Siegfried Schweigmann.

Bereits in den Grußworten wurde deutlich: Mobilität ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern zunehmend auch ein Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Steigende Energie- und Mobilitätskosten sowie veränderte Anforderungen der Beschäftigten stellten Betriebe vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig biete modernes Mobilitätsmanagement zahlreiche Chancen - sowohl ökologisch als auch ökonomisch.

Den fachlichen Impuls des Abends gab Knut Petersen, Bereichsleiter Betriebliches Mobilitätsmanagement bei B.A.U.M. Consult GmbH. Er machte deutlich, dass Unternehmen beim Thema Mobilität „ins Handeln kommen müssen“. Dabei gehe es nicht allein um technische Lösungen oder neue Fahrzeuge, sondern vor allem um die tatsächlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden.

Ein zentrales Thema des Vortrags war die Frage, ob Mobilität in jedem Fall notwendig sei oder ob Wege und Arbeitsabläufe anders organisiert werden könnten. Dort, wo Mobilität erforderlich bleibe, müssten attraktive Alternativen geschaffen werden. Petersen betonte, dass ein Mobilitätskonzept nur dann erfolgreich sein könne, wenn Unternehmen die Bedarfe ihrer Beschäftigten ernst nähmen. Als Beispiele nannte er unter anderem Jobräder, die Bereitstellung hochwertiger Fahrräder, sichere und komfortable Fahrradabstellmöglichkeiten, Umkleiden, Duschen sowie Serviceangebote wie Fahrradchecks. Auch das Deutschlandticket, Klappräder für die „letzte Meile“ oder Anreizsysteme wie Mobilitätslotterien, Prämien und Gutscheine könnten Mitarbeitende motivieren, ihr Mobilitätsverhalten zu verändern.

Darüber hinaus wurde die Bedeutung einer guten Infrastruktur hervorgehoben. Kurze Wege, praktische Lösungen und sichtbare Wiedererkennungswerte seien entscheidend, um nachhaltige Mobilitätsangebote dauerhaft attraktiv zu machen. Ebenso sprach sich Knut Petersen dafür aus, dass Unternehmen die Elektrifizierung ihrer Mobilität Schritt für Schritt planen und umsetzen sollten.

Im anschließenden moderierten Talk diskutierten die Gäste gemeinsam mit den Referenten über konkrete Herausforderungen und Erfahrungen aus der Praxis. Dabei wurde deutlich, dass viele Unternehmen bereits erste Maßnahmen umgesetzt haben und sich auf einem guten Weg sehen.

Bürgermeister Andreas Stegemann stellte zudem Beispiele aus der Stadtverwaltung vor. So setze die Stadt bereits auf Diensträder und alternative Fahrzeuge. Gleichzeitig werde bewusst auf zusätzliche Parkplätze für städtische Mitarbeitende verzichtet und stattdessen die Fahrradinfrastruktur ausgebaut. Ziel sei es, mit guten Praxisbeispielen voranzugehen und Bewusstsein für nachhaltige Mobilität zu schaffen.

Beim anschließenden Netzwerken nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die angesprochenen Themen bei Kaltgetränken und Imbiss weiter zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Gerade dieser persönliche Austausch wurde von vielen Gästen als wertvoller Bestandteil des Abends hervorgehoben.

Herausgeber der Meldung

Stadt Haltern am See
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
45721 Haltern am See

Telefon: 02364 933 402

E-Mail: pressestelle@haltern.de

 

Zurück zum Seitenanfang