In der Ortschaft „Kusenhorst" gibt es einen Verdacht auf einen Blindgänger. Dieser wird am Montag, 27. Juli, überprüft. Von einer möglichen Evakuierung betroffen sind bis zu acht Haushalte im Halterner Stadtgebiet. Diese wurden bereits informiert. Auf der Dorstener Straße (L509) könnte es kurzfristig zu einer Sperrung kommen. Dies hätte auch Auswirkungen auf den dortigen Busverkehr.
Der Verdachtspunkt liegt in der Nähe der Dorstener Straße zwischen den Häusern Dorstener Str. 880 und Dorstener Str. 950. Ob es sich hierbei tatsächlich um ein Kampfmittel handelt, kann erst festgestellt werden, wenn dieser durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg freigelegt wurde. Je nach Gewicht des eventuell vorhandenen Kampfmittels, wird seitens des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Evakuierungsradius festgelegt. Bei 250 Metern wäre ein Haushalt betroffen und bei 500 Metern wären es acht Haushalte. Sofern es sich um ein Kampfmittel handelt, muss dieses nach dem Freilegen direkt entschärft werden. Eine genaue Uhrzeit hierfür kann im Vorfeld nicht ausgemacht werden. Die Freilegung beginnt im Vormittagsbereich.
Anwohnerinnen und Anwohner werden gebeten, sich am 27. Juli ab 9 Uhr vorsorglich außerhalb des Evakuierungsradius aufzuhalten. Zudem sind sie angehalten, unbedingt benötigte Medikamente sowie Haustiere beim Verlassen der Häuser mitzunehmen. Landwirtinnen und Landwirten, deren Flächen im Evakuierungsradius liegen, wird empfohlen, etwaiges Vieh an diesem Tag möglichst nicht auf die Flächen bzw. außerhalb der Evakuierungsbereichs zu stellen.
So wird am Tag selbst gewarnt und entwarnt
Sollte sich herausstellen, dass eine Evakuierung notwendig wird, wird über die Warnapp NINA gewarnt. Deshalb bittet die Stadtverwaltung Bürgerinnen und Bürger darum, diese zu installieren und auch die Benachrichtigungen für die App freizuschalten, um die Meldung nicht zu verpassen. Auch die örtlichen Radiostationen und die Presse werden informieren. Auf ihren eigenen Kanälen wird die Stadt ebenfalls alle Informationen bereitstellen. Über den Presseservice der Stadt können Interessierte aktuelle Meldungen per Mail erhalten. Zudem können sie über www.haltern.de/whatsapp den Whatsapp-Kanal der Stadt abonnieren. Die Aufhebung der möglichen Evakuierung erfolgt ebenfalls über die Warnapp NINA, die Medien und die Kanäle der Stadt.
Auswirkungen auf den Verkehr
Sofern es zu einer Evakuierung kommt, sind kurzfristige Vollsperrungen möglich. Auch hier richtet sich der Umfang der Sperrungen nach dem ermittelten Radius. Bereits in den Morgenstunden werden vorsorglich Absperrschranken aufgestellt, sodass Teil- und Vollsperrungen bei Bedarf schnell eingerichtet werden können. Betroffen ist in erster Linie die Dorstener Straße (L509) als Verbindungsstraße zwischen Dorsten und Haltern am See. Eine Evakuierung hätte entsprechend auch Auswirkungen auf den Busverkehr. Die Vestische ist informiert und wird entsprechende organisatorische Maßnahmen ergreifen.
Hinweis für mobilitätseingeschränkte Menschen
Im Falle einer Evakuierung würden mobilitätseingeschränkte Menschen bei Bedarf durch entsprechende Rettungskräfte unterstützt. Diese sollten sich dafür bis zum 23. Juli 2026 per Mail (bjoern.buschmann@haltern.de) oder telefonisch (02364 933 178) bei der Stadt melden, damit eine entsprechende Vorplanung erfolgen kann.
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