An der Grundschule Lavesum ist der neue Schulhof nahezu fertig. Viel Erde wurde bewegt, alte Mauern entdeckt, Leitungen neu verlegt, Bäume erhalten und Schritt für Schritt neue Spielflächen geschaffen. Bei der Gestaltung standen die Kinder und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt.
Rund vier Jahre lang wurde in mehreren Bauphasen gearbeitet. Die lange Bauzeit hatte ihren Grund: Hinter dem neuen Schulhof steckt deutlich mehr Arbeit, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Die Arbeiten fanden im laufenden Schulbetrieb statt und wurden deshalb in vier Bauphasen aufgeteilt. Die Kinder konnten Teile des Schulhofs während der gesamten Zeit nutzen und hatten weiterhin begrenzten Raum zum Spielen.
In mehreren Bauphasen wurde der Untergrund umfassend bearbeitet. Rund 1.200 Kubikmeter Boden wurden bewegt, Kanalrohre und Entwässerungsleitungen erneuert und die Entwässerung insgesamt deutlich verbessert. Zusätzlich wurde ein weiterer Abfluss am neuen Mensagebäude geschaffen. Auch unter der Erde wartete die eine oder andere Überraschung: Bei den Arbeiten wurden Grundmauern beziehungsweise Spuren von früheren Gebäuden entdeckt. Sie erzählen von einer Bautätigkeit, die sich über rund 100 Jahre erstreckt. Heute ist von der großen Baustelle kaum noch etwas zu sehen. Stattdessen ist ein moderner, kindgerechter Schulhof entstanden, der den Schulstandort deutlich aufwertet.
Noch stehen allerdings Bauzäune auf dem Gelände, denn auf der großen Spielfläche wächst die Rasenansaat, welche noch Zeit bis zur geschlossenen Rasendecke benötigt. Erst danach können die ebenfalls noch vorhandenen Fußballtore wieder aufgestellt werden. Im nächsten Frühjahr kann dann wieder gekickt werden.
Ansonsten kann sich der Schulhof bereits jetzt sehen lassen: Manche Aufenthaltsbereiche und Spielmöglichkeiten wurden neu geschaffen. Darunter eine runde Tischtennisplatte, die vor Jahren vom Ketteler Hof gespendet wurde und bisher leider nicht aufgebaut werden konnte. Andere Spielmöglichkeiten wiederum konnten erhalten und aufgewertet werden: So können sich die Kinder zum Beispiel wieder an den beliebten Reckstangen und der großen Rutsche erfreuen. Einige vorhandene Bäume konnten erhalten werden und sind gerade jetzt im Herbst ein bunter Blickfang. In den kommenden Tagen werden noch weitere 4 Bäume, Sträucher, Hecken und Stauden gepflanzt werden.
Im Zuge des Umbaus konnte ein komplett barrierefreier Zugang zum Schulhof geschaffen werden. Davon profitiert auch das dort ansässige Wahllokal.
Rund 1,4 Millionen Euro hat die Stadt in die Neugestaltung investiert. Die Schlussrechnungen stehen noch aus. "Schulstandorte sind für uns Zukunftsorte. Wir müssen regelmäßig investieren, damit sie attraktiv, modern und zukunftsfähig bleiben. Gerade für Kinder gilt: kurze Beine, kurze Wege. Eine gute Schule muss dort sein, wo die Kinder zu Hause sind – und sie muss ihnen gute Bedingungen bieten", betont Bürgermeister Andreas Stegemann.
Die offizielle Eröffnung soll im Frühjahr im Rahmen eines großen Festes gemeinsam mit der Schulgemeinschaft gefeiert werden.
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