Aktuelles Haltern am See

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Hermann Kleine Büning (li.) und Bodo Klimpel gedachten bei der Stolperstein-Verlegung dem Euthanasie-Opfer Bernhard Leo Peters.
Titel
Stolperstein für Euthanasie-Opfer
Einleitung

22. Juni 2020      Nachdem bereits 2005 Stolpersteine für Holocaust-Opfer in der Halterner Innenstadt verlegt worden sind, hat nun auch Lavesum seinen ersten Stolperstein. Auf dieses Novum wies Bürgermeister Bodo Klimpel am Montagnachmittag hin – und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Erstens, weil der Künstler Gunter Demnig erstmals in einem Ortsteil ein solches Erinnerungsstück in den Boden setzte, zweitens, weil dieser Stein nun an ein Euthanasieopfer, an Bernhard Leo Peters, erinnert.

 

Text

Dafür dankte Bodo Klimpel in Anwesenheit zahlreicher Gäste dem Initiator dieser Aktion, dem in Haltern geborenen und seit Jahrzehnten in Münster lebenden Hermann Kleine Büning. Er war es, der nach aufwendigen Recherchen die Idee hatte, den Stolperstein in der Kastanienstraße zu verlegen – genau dort, wo Bernhard Leo Peters in seinem Elternhaus gewohnt hatte. Der 1912 geborene Peters wurde aufgrund seiner epileptischen Anfälle im November 1941 in die sogenannte Provinzialheilanstalt Münster eingewiesen, bis er über weitere Stationen in die Tötungsanstalt Hadamar verlegt wurde, wo er in der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 1943 ermordet wurde.

Diese Geschichte beschrieb am Montagnachmittag auch Hermann Kleine Büning, der Neffe des Opfers ist. Mit bewegenden Worten schilderte er das Schicksal seines Onkels und zahlreicher weiterer Euthanasie-Opfer, denen von den NS-Schergen Schlimmes widerfahren ist.

Bodo Klimpel bedankte sich im Namen der Stadt Haltern am See und ebenso ganz persönlich bei Hermann Kleine Büning: „Sie haben damit die Halterner Erinnerungskultur ein großes Stück erweitert.“ Und er ergänzte: „Uns allen ist die Auseinandersetzung mit diesem dunklen Teil der deutschen und auch Halterner Geschichte ein großes Anliegen. Auf verschiedenen Ebenen sind die zahlreiche Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichster Generationen sehr aktiv, Themen wie Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus zu beleuchten. Das begrüße und unterstütze ich sehr, denn wir erleben aktuell leider viel zu viel Beweise dafür, wie wichtig es ist, hier am Ball zu bleiben. Damit meine ich auch, dass wir die aufkommenden rechtsnationalen und faschistischen Strömungen frühzeitig erkennen können, um gegen zu steuern. Darin sehe ich den entscheidenden Auftrag unserer Gesellschaft. Viele von uns können - ja müssen - hier einen Beitrag leisten. Das sind wir unseren nachfolgenden Generationen schuldig.“ 

  



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