Mit einem gelungenen Neujahrsempfang ist die Stadt Haltern am See gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Ehrenamt, Wirtschaft und Gesellschaft in das neue Jahr gestartet. Erstmals seit der Corona-Pandemie bereicherten die Schornsteinfeger wieder die Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums und überreichten den Gästen Glücksbringer – ein sichtbares Zeichen für Zuversicht und einen guten Start ins neue Jahr.
Musikalischer Rahmen zum Neujahrsempfang
Musikalisch wurde der Neujahrsempfang stimmungsvoll von der Musikschule begleitet. Musikschullehrer Ulrich Berndt begeisterte mit einer eigenen Komposition „As Time Goes By“, die er gemeinsam mit seinem Querflötenensemble vortrug. Das Bläserensemble unter Leitung von Annette Laubersheimer-Sieminski hatte ein gewohnt vielfältiges Programm ausgearbeitet, das durch seine Dynamik überzeugte. Unter anderem spielte die Gruppe „Pirates of the Charibbean“. Für ausgelassene Stimmung und Mitklatschen sorgte die Gruppe Dancing Willow, die für einen schwungvollen Abschluss der Veranstaltung sorgte.
Der Neujahrsempfang machte deutlich: Haltern am See blickt mit Zuversicht auf das neue Jahr – getragen von Engagement, Gemeinschaft und einer Vielzahl spannender Projekte für die Zukunft.
Rückblick mit Augenzwinkern und Dank für Vertrauen
Bürgermeister Andreas Stegemann nutzte den Empfang für einen Rückblick auf das vergangene Jahr und einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen und Projekte. Dabei griff er zu Beginn seiner Rede mit einem Augenzwinkern auf das Vorjahr zurück: Nachdem er sich damals bewusst kurzgehalten habe, um seine Wiederwahl nicht zu gefährden, könne er nun „wieder aus dem Vollen schöpfen“. Seine erneute Wahl wertete der Bürgermeister als Vertrauensbeweis und als Bestätigung dafür, dass Stadtverwaltung und Stadtrat in den vergangenen fünf Jahren viele richtige Entscheidungen getroffen haben. Ein besonderer Dank galt dem bisherigen Rat für die gute Zusammenarbeit sowie dem neu zusammengesetzten Gremium, mit dem er weiterhin eine konstruktive Arbeit auf Grundlage der Werte der demokratischen Gesellschaft erwartet.
Gemeinschaft lässt die Stadt erstrahlen
Einen stimmungsvollen Rückblick bot der Bürgermeister auch auf die Advents- und Weihnachtszeit. Die Innenstadt habe sich in besonderem Glanz präsentiert – unter anderem durch einen 2,50 Meter großen Herrnhuter Stern über dem Marktbrunnen, einen von nur drei in dieser Größe deutschlandweit, sowie insgesamt 130 weitere Sterne in den Straßenzügen. Ermöglicht wurde dies durch die Initiative „Haltern am See. Tut gut.“, an der sich Stadtverwaltung, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen gemeinsam beteiligten. Die neue Lichtinstallation steht für ihn sinnbildlich für das Engagement, das er tagtäglich in der Stadt wahrnimmt: „Die Sterne haben uns gezeigt, dass eine Stadt dann am hellsten wirkt, wenn viele Einzelne ihren Beitrag leisten. Eine lebendige Stadt ist kein Zufall. Sie entsteht durch Menschen, die sich einbringen, die anpacken, die Ideen haben.“ Er warb dafür, sich in der Stadtgemeinschaft einzubringen.
Stadt der Superlative: Neujahrsschwimmen begeistert bundesweit
Haltern am See ist für ihn eine Stadt der Superlative: Ein herausragendes Beispiel dafür sei das Halterner Neujahrsschwimmen, das sich inzwischen zum größten seiner Art in Deutschland entwickelt habe. Zwar habe es in Cuxhaven über 800 Anmeldungen gegeben, tatsächlich seien dort jedoch weniger als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Wasser gegangen – in Haltern am See hingegen sei die Beteiligung erneut beeindruckend gewesen. Sein ausdrücklicher Dank galt dem Organisationsteam. „Ihr seid Spitze!“, betonte der Bürgermeister unter großem Applaus.
Skatepark als gelungenes Beispiel gelebter Bürgerbeteiligung
Als ein Highlight des vergangenen Jahres hob er die Eröffnung des neuen Skateparks hervor, mit der ein lang gehegter Wunsch vieler Kinder und Jugendlicher in Erfüllung ging. Das Projekt wurde mit LEADER-Fördermitteln der Europäischen Union realisiert und zeichnet sich besonders durch die aktive Beteiligung junger Menschen aus, die ihre Ideen direkt in die Planung einbringen konnten. Dies war nur eines von vielen Beispielen von aktiver Bürgerbeteiligung, die der Bürgermeister anbrachte.
Solide Finanzen und klare Perspektiven für die Zukunft
Mit Blick nach vorne betonte der Bürgermeister eine weiterhin verantwortungsvolle Finanzpolitik bei gleichzeitigem Gestaltungsspielraum. In den kommenden zwölf Jahren profitiert die Stadt vom „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“ mit insgesamt 17,8 Millionen Euro. Die Mittel können gezielt in Bereiche wie Bildung, Betreuung, Verkehr, Digitalisierung, Energieeffizienz, Klimaschutz und öffentliche Sicherheit investiert werden. Besonders hervor hob er die Planungssicherheit und die Möglichkeit, die Mittel vor Ort selbst zu steuern – über die konkrete Verwendung entscheidet der Stadtrat.
Bahnhof als Eingangstor zur Stadt neu gedacht
Zu den großen Zukunftsprojekten zählt die denkmalgerechte Sanierung des Bahnhofs. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn wurde im vergangenen Jahr die Realisierungs- und Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet. Im Rahmen der Landesinitiative „Schöner ankommen in NRW“ soll der Bahnhof als Eingangstor zur Stadt modernisiert, belebt und funktional weiterentwickelt werden. Ein besonderes Element wird der geplante „Bahnhof der Vereine“, der Raum für Begegnung, Engagement und gemeinschaftliches Leben bieten soll.
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