Die Stadt Haltern am See erhält 2.902.000 Euro aus der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Bewilligung hat Bürgermeister Andreas Stegemann am Freitag persönlich von Regierungspräsident Andreas Bothe in Münster erhalten. Mit dem Geld sollen in Haltern am See wichtige Projekte aus dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) weiter vorangebracht werden.
„Wir freuen uns, bedacht worden zu sein“, sagte Bürgermeister Andreas Stegemann: „Die Fördermittel tragen dazu bei, unsere Innenstadt attraktiver und für alle besser erreichbar zu machen.“ Das vom Rat der Stadt Haltern am See beschlossene ISEK beinhaltet abgestimmte Maßnahmen für die Innenstadt, die einen Handlungskorridor bis circa 2030 beschreiben. Die Mittel aus der Förderung sollen für den barrierefreien Umbau von Innenstadtstraßen, die Umgestaltung der Holtwicker Straße mit Anbindung an das Bahnhofsumfeld, den Umbau des Bahnhofsgebäudes und die Gestaltung des Parks Kolken Loch verwendet werden. Für die geplanten Maßnahmen stehen zuwendungsfähige Ausgaben von insgesamt 4.145.000 Euro im Förderprogramm. Das Land übernimmt davon 70 Prozent, also 2.902.000 Euro.
Das städtebauliche Verkehrskonzept hat vor allem für die Holtwicker Straße ein großes Entsiegelungspotenzial aufgezeigt. Durch einen höheren Grünanteil können hier auch die Themen Kühlung, Regenrückhaltung und Starkregenvorsorge aufgegriffen werden. Zusätzlich sind Verbesserungen der Barrierefreiheit angedacht. Begleitend dazu sollen auch der Kardinal-von-Galen Park, der Kärntner Platz und der Bereich vor dem Schulzentrum Gegenstand von zukünftigen Projekten sein. Ergänzt wird die Ausrichtung des ISEK durch die Kooperation "Schöner ankommen". Hier engagiert sich die Stadt gemeinsam mit der Bahnentwicklungsgesellschaft dafür, den Bahnhof selbst wieder in Nutzung zu bringen und zu einem attraktiven Eingangstor zur Stadt zu entwickeln.
Im Rahmen der Städtebauförderung bewilligt die Bezirksregierung Münster im Jahr 2026 Fördermittel in Höhe von insgesamt 81.660.000 Euro. Das ursprünglich vorgesehene Förderbudget für den Regierungsbezirk konnte damit deutlich überschritten werden. Möglich wurde dies durch einen intensiven Austausch der Bezirksregierung Münster mit den Kommunen und dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Die Förderbescheide ermöglichen es den Städten und Gemeinden in unserem Regierungsbezirk, wichtige Projekte voranzubringen und ihre Orte nachhaltig attraktiv und lebenswert für ihre Bürgerinnen und Bürger zu gestalten“, sagte Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Übergabe an die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen.
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