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Titel
Kunstrasenplätze sind notwendig und finanzierbar
Einleitung

21. November 2018        Kämmerer Dirk Meussen erläuterte in der Sitzung des Schul-, Sport- und Kulturausschusses, warum die geplanten Investitionen in Kunstrasenplätze in Lippramsdorf und Lavesum sinnvoll sind und nicht den strengen Kriterien des Stärkungspaktes widersprechen.

Text

Meussen berichtete von Gesprächen zwischen dem SV Lippramsdorf und der Stadtverwaltung aus dem Frühjahr und Sommer 2017, in denen die Vereinsvertreter die Situation erläutert haben. Demnach besitzt der Naturrasenplatz keine funktionierende Drainage, der Tennen(Asche-)platz ist aufgrund der Verletzungsgefahr keinem Kind mehr zuzumuten. Zudem muss dieser gerade im Winter häufig und über einen langen Zeitraum (im letzten Winter drei Monate) gesperrt werden. Und im Sommer ist er so hart, dass die Verletzungsgefahr steigt.

Meussen: „Der Verein benötigt, um eine Perspektive zu bekommen, - wie sechs von acht Fußballvereinen in Haltern bereits zur Verfügung haben - einen Kunstrasenplatz.“ Kurze Zeit später fand auf Wunsch der DJK Lavesum ein Gespräch mit ähnlichem Inhalt statt. Denn die Voraussetzungen auf der Sportanlage in Lavesum sind vergleichbar.

Meussen erinnerte daran, dass sich bei der Beschlussfassung des Instandhaltungsprogrammes für die anderen Sportplätze Politik und Verwaltung einig darüber waren, dass auch die Sportplätze, die nicht über dieses Programm saniert werden können, später im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten modernisiert werden sollen. Auch deshalb, weil Vereine ohne Kunstrasenplatz einen Standortnachteil haben. Meussen: „Es kommt nicht selten vor, dass Eltern ihre Kinder nicht in ihrem Ortsteil, sondern - trotz der zusätzlichen Fahrten - in einem Verein mit einem Kunstrasenplatz anmelden.“

Er erklärte weiter, dass das Naturrasenspielfeld in Lippramsdorf über keine funktionstüchtige Drainage verfügt. Die erforderliche Sanierung mit dem Einbau einer Drainage ist sehr teuer. Deshalb ist die Umrüstung des Tennenspielfeldes in ein Kunstrasenspielfeld wirtschaftlicher und zweckmäßiger, weil dieser Platz sehr stark benutzt wird. Weil in Lippramsdorf der vorhandene Untergrund des Tennenplatzes noch nutzbar ist, reduziert sich hier die Investitionssumme erheblich.

Der Tennenplatz samt Unterbau auf der Sportanlage in Lavesum stammt aus den 60er Jahren. Der Unterbau ist nur noch bedingt funktionsfähig. Hier würde es in Kürze einer Sanierung bedürfen. Im Rahmen einer teuren Investition am Tennenplatz ist es zweckmäßiger, das Spielfeld in einen zukunftsfähigen und verlässlichen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Allein die Erneuerung einer Tennenspielfeldoberfläche, die auf Dauer sowohl in Lippramsdorf als auch in Lavesum anstehen wird, verursacht Kosten in Höhe von jeweils etwa 120.000 Euro.

Nach den Worten Meussens sind beide Vereine beim Umbau der Tennen- in Kunstrasenplätze bereit, das jeweils andere Spielfeld (Naturrasenplatz) in Eigenregie und auf eigene Kosten (bis etwa 7.000 Euro pro Jahr) zu betreiben. Das entlastet die Stadt erheblich. Zudem wird der Empfehlung der GPA Rechnung getragen, die Anzahl von Spielfeldern zu reduzieren. Darüber hinaus sind beide Vereine bereit - wie es auch die anderen Vereine getan haben - sich durch Beteiligung an den Umbaumaßnahmen im Sinne einer Kostenreduzierung zu beteiligen.

Dem Kämmerer und Schul- und Sportdezernenten war auch ein weiterer Punkt wichtig: „In Haltern am See ist es gute Sitte, derart wichtige sportpolitische Sachverhalte im Vorfeld vor Entscheidungen zwischen Vertretern der Politik, des Stadtsportverbandes und der Verwaltung zu diskutieren und abzustimmen. So fand im Juni 2018 ein interfraktionelles Gespräch statt, zu dem Mitglieder aller Fraktionen und des Stadtsportverbandes eingeladen waren. Die grüne Fraktion war leider nicht zugegen.“

Dort hätten die Vereine DJK Lavesum und SV Lippramsdorf ihre Projekte vorgestellt. Dabei war eine einheitliche Unterstützung der Projekte zur Errichtung von Kunstrasenplätzen in Lippramsdorf und Lavesum feststellbar. Deshalb wurde die Verwaltung einvernehmlich gebeten, die finanzielle Situation im Hinblick auf eine Realisierung der beiden Kunstrasenplätze im Laufe der nächsten vier Jahre zu beleuchten und die Maßnahme bei positivem Ausgang möglichst bereits in den Beratungen für den Haushalt 2019 (ggf. im Finanzplan) zu berücksichtigen. Die Projekte sollten möglichst bereits in der Haushaltsplanung für 2019 beraten werden.

Die verwaltungsinterne Prüfung der Haushaltsplanung für 2019 hat ergeben, dass die Umwandlung des Tennenplatzes zu einem Kunstrasenplatz auf der Sportanlage Lippramsdorf in 2019 erfolgen könnte. Hier kann ein Teil des Unterbaus des Tennenspielfeldes verwandt werden. Die Drainage muss durch Einbau von zusätzlichen Strängen lediglich ergänzt werden. Der erforderliche Betrag in Höhe von 325.000 Euro kann in 2019 berücksichtigt werden. Außerdem wird sich der Verein -wie es auch die anderen Vereine bei den Sanierungsmaßnahmen auf ihren Sportanlagen getan haben- an der Umbaumaßnahme durch Übernahme von Arbeiten (z.B. Pflasterarbeiten im Rahmen von Eigenleistungen) beteiligen, die in dem Ansatz von 325.000 Euro nicht enthalten sind.

Die Umwandlung des Tennenplatzes in Lavesum in Höhe von 490.000 Euro kann erst im Haushalt 2020 berücksichtigt werden. Hier kann der Unterbau nicht benutzt werden, so dass der Betrag höher ausfällt, als in Lippramsdorf. Das Spielfeld wird auf das Mindestmaß von 94 x 94 m brutto reduziert. Auch dieser Betrag soll dem Verein zur Durchführung der Maßnahme zur Verfügung gestellt werden, um das Projekt eigenverantwortlich durchzuführen. Im Gegenzug wird auch die DJK Lavesum die Bewirtschaftung des Naturrasenspielfeldes komplett übernehmen und sich ebenso an der Umbaumaßnahme durch Übernahme von Arbeiten, die in dem Ansatz von 490.000 Euro nicht enthalten sind, beteiligen.

Zu den Vorwürfen der Fraktion „Bündnis 90/ Die Grünen“ aus dem jüngsten Bau- und Verkehrsausschuss erklärte Dirk Meussen: „Der Vorwurf, dass die Verwaltung mit Aufnahme dieser beiden Maßnahmen den Pfad strenger Haushaltsdisziplin verlassen hat, ist nicht haltbar. Wir befinden uns nun sechs Jahre nach der letzten Maßnahme des Instandhaltungsprogramms. Dass Handlungsbedarf an den Sportanlagen in Lippramsdorf und Lavesum bestand, war allen klar. Für das Jahr 2019 sieht die Verwaltung zum ersten Mal die Möglichkeit, die kostengünstigere Maßnahme in Lippramsdorf umzusetzen.“ Die vorgesehenen Investitionen gefährden nicht die Haushaltssanierung.

Meussen wies auch auf das kürzlich vom Land angekündigte Programm „Moderne Sportstätten 2022“ hin: „Selbstverständlich würde die Verwaltung sich freuen, wenn diese Projekte auch über dieses Programm bezuschusst werden könnten.“ Die Vereine haben zugesagt, entsprechende Anträge zu stellen, dabei wird die Verwaltung sie unterstützen. „Deshalb sehen Sie bitte die Einstellung der Mittel in den Haushalt für diese Maßnahmen sozusagen als alternatives „backup“ an.“

Auch wenn über die Kunstrasenplätze im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur nicht abgestimmt werden musste, machten CDU, SPD, WGH und FDP deutlich, dass sie diese Pläne gutheißen und mittragen.



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