Aktuelles Haltern am See

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Bürgermeister Bodo Klimpel bezog deutlich Stellung gegen radikale Tendenzen in der Gesellschaft.
Titel
Halterner treten für Demokratie ein
Einleitung

12. November 2018       Etwa 400 Bürgerinnen und Bürger waren am Freitagabend dem Aufruf des Asylkreises gefolgt, zur Kundgebung auf den Marktplatz zu kommen. Dort traten sie für „mehr Demokratie, Respekt und Vielfalt“ ein, wie Hermann Döbber und Werner Bünsow in den Begrüßungsworten erklärten. Hauptredner der Veranstaltung waren Bürgermeister Bodo Klimpel und Pfarrer Michael Ostholthoff. Zudem spielte das Rockbüro auf. Am Ende sagen alle gemeinsam „Die Gedanken sind frei“ und „Ode an die Freude“.

Text

Bürgermeister Bodo Klimpel erinnerte zunächst an den 80. Jahrestag der Pogromnacht: „Überall in Deutschland brannten Synagogen, überall in Deutschland wurden die Scheiben jüdischer Geschäfte und Wohnungen eingeschlagen, überall in Deutschland wurden Juden verhaftet und ermordet. Das Pogrom war ein einziger Alptraum für die jüdischen Deutschen, auch bei uns in Haltern. Dieser Terror traf Menschen, die sich nichts hatten zuschulden kommen lassen, er traf Menschen, die hier zu Hause waren, hier wie alle anderen ihrem Tagewerk nachgehen wollten und sich vielfach rege am politischen oder kulturellen Leben beteiligt hatten. Sie alle wurden allein deshalb verfolgt, weil sie Juden waren.“

Wenn auch nur wenige Deutsche sich aktiv an den Pogromen beteiligt hatten, so Klimpel, haben es doch nahezu alle mitbekommen. „Vermutlich waren es gar nicht mal wenige, die das Pogrom entsetzlich oder zumindest nicht richtig fanden. Doch die meisten schwiegen – vielfach aus Angst und weil sie eingeschüchtert wurden. Sie wandten sich ab. Dazu passt das Zitat von Kofi Annan, dem ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen. Er sagte: ,Was das Böse benötigt, um zu triumphieren, ist das Schweigen der Mehrheit‘“.

Mit dem Blick auf die Gegenwart sagte Klimpel, dass der Antisemitismus nicht mit dem Dritten Reich im Bodensatz der Geschichte verschwunden ist. Ganz im Gegenteil. Er scheint in den letzten Jahren sogar wieder zugenommen zu haben. Antisemitismus reicht heute von diffuser Ablehnung bis zu offenem Hass. „Dafür sind auch Teile einer Partei verantwortlich, die angeblich eine Alternative für unser Land sein soll.“

Auch deshalb appellierte er an die Mitglieder der Stadtgesellschaft Haltern am See: „Wir müssen dafür sorgen, dass es keine schweigenden Mehrheiten in unserer Stadt gibt. Wir alle tragen die Verantwortung, dass die Menschenrechte in unserem Land für alle gelten. Deshalb bin ich auch den Initiatoren des heutigen Abends sehr dankbar, dass sie diese Kundgebung organisiert haben.“

Für Bodo Klimpel haben sich zahlreiche Halterner in der jüngeren Vergangenheit und auch am Freitagabend dafür stark gemacht, dass für radikale Tendenzen in der Stadt kein Platz ist. Er machte deutlich, dass es ihm ein großes Anliegen ist, deutlich zu machen, wie gefährlich Nazis sind: „Sie treten gegenwärtig hemmungslos wie seit Jahren nicht mehr auf, sie präsentieren, teils versteckt, teils ganz offen ihre Symbole. All das sollte uns deutlich machen, wie wichtig es ist, dagegen vorzugehen.“

Deshalb ist es für ihn eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Mehrheit in diesem Land nicht gewaltverherrlichenden Antisemiten und Hasspredigern hinterherläuft, sondern sich für ein freies, offenes gerechtes Deutschland entscheiden. Kurzum: für Menschlichkeit.

Pfarrer Michael Ostholthoff machte deutlich, dass die Täter der Pogromnacht ganz überwiegend Christen gewesen sind, auch diejenigen, die zugeschaut haben. Er nahm die Christen nun in die Pflicht, sich ebenso für mehr Demokratie und Toleranz einzusetzen. Und er kritisierte auch Teile der Politik, die „die Migration als Mutter allen Übels“ erklärten. Diese Wortwahl führt dazu, dass die Migration personifiziert werde, das sei falsch und nicht hinnehmbar.



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Bürgermeister Bodo Klimpel

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