Aktuelles Haltern am See

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Bürgermeister und Schornsteinfeger begrüßten die Gäste.
Titel
Fulminanter und stimmungsvoller Jahresauftakt
Einleitung

15. Januar 2017      Einen fulminanten Start ins neue Jahr erlebten die etwa 500 Bürgerinnen und Bürger, die am Sonntag den Neujahrsempfang der Stadt und Musikschule besuchten. Neben der Rede von Bürgermeister Bodo Klimpel stach das Programm der Musikschule hervor. Beide Teile des Empfangs in der Aula sorgten für reichlich Applaus.

 

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Den Start legte das Akkordeonorchester unter Leitung von Peter Wachet hin. Mit dem „Florentiner Marsch“ läuteten die Musiker den Sonntagvormittag ein, bevor Bodo Klimpel seine viel beachtete Rede hielt. Er bedankte sich zunächst bei den Musikerinnen und Musikern, bei Musikschulleiterin Verena Voß und Richard von Pikarski, die durch das Programm führten.

Bürgermeister Bodo Klimpel ging ausführlich auf die allgemeine Politikverdrossenheit ein, weil sich offenbar viele Bürgerinnen und Bürger sich angeblich von ihren demokratischen Repräsentanten nicht mehr richtig vertreten fühlten. „Kurzum: Es ist zurzeit in Deutschland nicht zum Besten bestellt um das Vertrauen der Menschen in die Wirtschaft und in die Regierenden.“

Umso dankbarer ist Klimpel aber, dass es in Haltern am See in den allermeisten Fällen ein ehrliches, vertrauensvolles Miteinander aller beteiligten Kräfte gibt. „Und ich bin stolz auf das, was Unternehmen und Verwaltung im vergangenen Jahr zum Wohle der hiesigen Bürgerinnen und Bürgern erreichen konnten. Wir müssen uns immer wieder klarmachen: Die Wirtschaft hat den Menschen zu dienen – und nicht etwa umgekehrt. Dazu braucht sie ausreichend Beinfreiheit und eine Regulierung mit Augenmaß.“

Positiv stellte er fest, dass der Großteil der Halterner zufrieden ist. „Selbstverständlich sollten wir stets ein offenes Ohr haben für andere Meinungen. Diskussionen begrüße ich ausdrücklich. Ich werbe nur dafür, dass sie sachlich und fair ausgetragen werden.“ Zur heimischen Wirtschaft stellte er fest, dass der allergrößte Teil der Halterner Unternehmen eher kleinere und mittlere Betriebe sind. „Viele Eigentümer engagieren sich seit Jahren auch für das Gemeinwohl. Gleichwohl kann Engagement für die Gesellschaft nur dort gedeihen, wo die betriebswirtschaftlichen Zahlen stimmen. Die Unternehmen unserer Stadt können unter dem Strich erfreulicherweise auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurückblicken. Davon profitieren viele Menschen in der Stadt. Die Zuwanderung stellt unsere gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen – das Thema Integration wird nach Klimpels Überzeugung viele Menschen in diesem wie in den kommenden Jahren weiterhin intensiv beschäftigten."

„Für die Halterner Wirtschaft bedeuten die Flüchtlinge aber auch eine Chance. Sie können bei entsprechender Nach-Qualifizierung dem Fachkräftemangel - zumindest teilweise - entgegenwirken, unter dem auch unsere Region schon jetzt in Teilen leidet. Jobcenter, Stadtverwaltung und Unternehmen werden daher auch weiter an einem Strang ziehen, was die Qualifizierung und Eingliederung Geflüchteter in den Arbeitsmarkt betrifft.“

Klimpel ging auch auf die jüngsten Silvesterereignisse in Köln ein: „Ich finde die gegenwärtige Kritik an der Kölner Polizei völlig deplatziert. Wenn rund 650 junge Männer mutmaßlich nordafrikanischer und arabishcer Herkunft an Bahnhöfen in Köln festgehalten und kontrolliert werden, zumal diese vergleichbar aggressiv waren wie 2015, dann ist das meiner Meinung nach keine pauschale Kriminalisierung und auch kein Rassismus. Angesichts der Vorkommnisse von 2015 könnte man auch sagen: Die Polizei hat da einen guten Job gemacht.“

Großen Wert legte der Bürgermeister auf die jüngeren Generationen in der Stadt: „Wir wissen, dass wir trotz des im Sommer fertig werdenden Kindergartens an der ehemaligen Martin-Luther-Schule eine weitere Einrichtung benötigen. Denn in unserer Stadt werden immer mehr Babys geboren; das ist sehr schön. Zudem macht sich auch bei uns der gesellschaftliche Wandel dahin gehend bemerkbar, dass viele Eltern für ihre Kinder nach dem ersten Geburtstag eine Betreuung benötigen. Diesen Herausforderungen stellen wir uns gern, wir freuen uns natürlich darüber, dass es so viele junge Familien gibt, die in der Seestadt gerne leben und die bei uns insgesamt guten Bedingungen für ihren Nachwuchs zu schätzen wissen.“

Er ging auch auf das Thema OGS ein, das in den letzten Wochen des Jahres 2016 für Aufregung gesorgt hatte: „Der nachvollziehbare Ärger der Eltern entsteht aus meiner Sicht durch die Erlasslage der Landesregierung und an der daraus resultierenden Interpretation der für uns zuständigen Bezirksregierung. Ich habe volles Verständnis für die Eltern, die sagen, sie benötigen die OGS nur an drei und nicht an fünf Tagen. Das sehe ich sogar positiv. Ich finde, dass Eltern grundsätzlich am besten wissen, was für ihre Kinder richtig ist, zumal diese Forderung in der Tat nicht mit Mehrkosten verbunden ist.“

An diesen und weiteren Beispielen werde deutlich, dass Haltern am See einiges dafür leistet, ein florierender und attraktiver Standort zu bleiben. Der Bürgermeister: „Dabei achten wir natürlich auch auf die Finanzlage der Stadt. Hier konnten wir im vergangenen Jahr unsere Verschuldung deutlich um 8,8 Millionen Euro reduzieren – zugunsten der nachfolgenden Generationen.“

Für die Stadt nannte Bodo Klimpel beispielhaft folgende Punkte, an denen in diesem Jahr gearbeitet wird: den dritten und letzten Bauabschnitt, um die Verbindung zwischen Stadt und Stausee zu vollenden, die Neugestaltung der Stadtmühlenbucht, die in diesem Jahr fertig wird, genauso wie der Wiederaufbau des Bootshauses dort.

Und er versprach: „Wir bleiben einer guten - und für mich selbstverständlichen - Tradition treu: Wir suchen beständig das Gespräch darüber, wie wir die Herausforderungen, vor denen wir stehen, im Schulterschluss und zum Wohle aller Halterner Bürgerinnen und Bürger meistern können.“

Für ihn gibt es keinen Grund, schwarz zu sehen: „Wir sollten uns mal wieder vor Augen halten, in welchen tatsächlichen Verhältnissen wir eigentlich leben - auf welch hohem Niveau wir manchmal klagen. Wir leben in einer Zeit mit einer relativ geringen Arbeitslosigkeit von aktuell 4,6% in unserer Stadt, mit einer der niedrigsten Jugendarbeitslosigkeit in Europa, mit größtenteils ordentlichen Renten, mit einer guten Preisstabilität, mit sehr geringen Hypothekenzinsen. Wir leben in Deutschland seit über 70 Jahren im Frieden, in einer gut funktionierenden Demokratie, die sicherlich auch ihre Macken hat. All das hat sicher mit dazu beigetragen, dass wir in unserem Land etwa eine Million Flüchtlinge aufgenommen haben. Dazu haben freilich auch ganz entscheidend ungezählte ehrenamtlich stark engagierte Menschen einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet. Dieses Thema hat uns auch in Haltern am See eine Menge Kraft gekostet, ich behaupte aber selbstbewusst, dass große Teile der Bürgerschaft und auch unsere Verwaltung hier insgesamt sehr gute Arbeit geleistet haben. Allen, die sich hier so stark und vorbildlich weiterhin ehrenamtlich engagiert haben, sage ich nochmals ein herzliches Dankeschön.“

Klimpel stellte insgesamt den Stellenwert des Ehrenamtes heraus und würdigte die jüngsten Preisträger des Bürgerpreises Ehrenamt, Beate Mertmann und Wolf Rüdiger Golischek Edler von Elbwart. Weil von Elbwart im Dezember krankheitsbedingt verhindert war, erhielt er am Sonntag die Ehrenurkunde und Ehrennadel.

Klimpel appellierte an die Besonnenheit aller Menschen: „Bei all diesen so zahlreichen positiven Aspekten in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht gehört es trotzdem für viele Zeitgenossen offenbar zum guten Ton, stets und ständig, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit alles schlecht zu reden. Glaubt man diesen Dauernörglern, könnte man meinen, wir würden – egal auf welcher staatlichen Ebene – von Versagern regiert. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Ich werde niemals das in den letzten Wochen vielzitierte „postfaktische Zeitalter“ akzeptieren. Denn Recht muss Recht bleiben und klare Fakten dürfen nicht durch Lügen vom Tisch gefegt werden.“

Und er ging noch einen Schritt weiter: „Diese Dauernörgler, die gerne vorgeben, für jedes Problem eine schnelle Lösung zu haben, für die Ausgrenzung und einseitige Schuldzuweisungen genauso wie Lügen und falsche Fakten zum Politikstil gehören, sind natürlich keine Alternative für Deutschland.“

Anschließend setzte das Akkordeonorchester das Konzert fort, bevor das Bläserensemble unter Leitung von Annette-Laubersheimer-Sieminski ebenso flotte Stücke spielte, die den Besuchern sichtlich Freude bereiteten. Dazu gehörten u.a. „Goldfinger“ (mit starkem Gesang von Verena Voß), „Birdland“ und „Viva la vida“.

(Die komplette Rede des Bürgermeisters finden Sie unter www.haltern.de/Verwaltung/Reden)



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