Leistungen Kinderbeauftragter

Seit August 2009 gibt es die Fachstelle Kinderbeauftragter der Stadt Haltern am See.

Eine pädagogische Fachkraft ist ausschließlich für die Aufgabenbereiche „Frühe Hilfen und Angebote“ eingesetzt. Somit wird ein verbindlicher personeller Rahmen für die Koordination der erforderlichen Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familien gesetzt. 

Hintergrund

In der Stadt Haltern am See wurde im Jahr 2009 ein Konzept zum Kinderschutz entwickelt. Hierzu gründete sich das "Netzwerk Kindeswohl", in dem sich Haupt- und Ehrenamtliche aus den Bereichen des Gesundheitswesens und der Jugendhilfe sowie Interessierte aus allen Bereichen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitwirkten. Es wurden u. a. Indikatorenstandards zusammengestellt, die für alle verbindlich als Grundlage zur Erkennung einer Kindeswohlgefährdung dienen.

Das Hilfe- und Unterstützungssystem für Familien weist im Gesundheitswesen und im Bereich der Familien- und Jugendhilfe ein breites Spektrum adäquater Angebote und Leistungen für Familien auf – aber die Früherkennung riskanter Lebenslagen gelingt häufig nur unzureichend. An vielen Stellen fehlen systematische, abgestimmte institutionelle Verfahren und Handlungsschritte für die Einleitung einer frühen Hilfe.

Ein soziales Frühwarnsystem kann diese Lücke schließen: Kooperationen zwischen Fachkräften öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitssystems und anderer familienbezogener Dienstleister können einen wichtigen und sinnvollen Beitrag dazu leisten, riskante Lebenssituationen bei Kindern und Familien und in einem Sozialraum frühzeitiger wahrzunehmen, zu beurteilen und entsprechend zu handeln. Wenn riskante Entwicklungen im Prozess des Aufwachsens zu einem frühen Zeitpunkt beeinflusst werden sollen, müssen bereits schwache Signale erkannt und systematisch auf ihr Gefahrenpotenzial hin überprüft werden.

Erst wenn Handlungsschwellen bekannt sind, die eine riskante Entwicklung erwarten lassen, kann tatsächlich frühzeitig reagiert werden. Dabei wirken meist viele und komplexe Einflussfaktoren auf das Aufwachsen von Kindern und damit auf mögliche Risikoentwicklungen. Verschiedene Sachverhalte und Wahrnehmungen müssen daher als Indikatoren herangezogen und beobachtet werden.

Dem Netzwerk Kindeswohl geht es um die soweit wie mögliche Verhinderung von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung für alle Kinder – daneben ist die besondere Förderung von Eltern in durch Armut, Trennung oder andere Umstände bedingten schwierigen Lebensverhältnissen beabsichtigt.

Aufgaben des Netzwerkkoordinators FRÜHE HILFEN und Kinderbeauftragten

Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt

In einem ersten Schritt vereinbarten das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen und der Bereich Familie und Jugend der Stadt Haltern am See im Januar 2008 eine verbindliche Kooperation zur Entwicklung früher Hilfen und zum Ausbau von Unterstützungsangeboten für Familien. Dieses Kooperationsmodell setzt sich bis heute in der praktischen Umsetzung der Konzeption erfolgreich fort.

Die Konzeption

  • Frühe Hilfe und Angebote
  • Kinderschutz gestalten und sicherstellen
  • Unterstützung für Familien

Die Lebenssituation von Kindern und Familien hat sich in den letzten Jahren verändert. Die Erziehung von Kindern ist für die Familien insgesamt anspruchsvoller, widersprüchlicher und konfliktreicher geworden. Immer wieder geraten Familien in Lebenslagen, die sie überfordern. Der Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung der Eltern oder finanzielle Probleme können zu tiefgreifenden Krisen führen. Das politisch beschlossene Handlungskonzept in Haltern am See sieht ein fachlich ausgewogenes Frühwarnsystem vor und schafft dabei frühe Unterstützungsangebote. Grundsätzlich geht es um eine effektive Vernetzung zur Verhinderung von Kindeswohlvernachlässigung/ Kindeswohlgefährdung und um Sicherstellung von Angeboten und Unterstützungen für Familien. Das lokale soziale Frühwarn- und Unterstützungssystem bewirkt

  • Frühe Hilfen statt später Intervention,
  • Eröffnung neuer Zugangswege zu Familien und Problemlagen,
  • gezieltere Zusammenarbeit verschiedener Hilfesysteme,
  • konsequentere Nutzung bestehender Angebote,
  • innovative, qualifizierte soziale Arbeit mit Familien im Sozialraum.

Aufgaben insgesamt

  • "Geboren in Haltern am See - der Begrüßungsbesuch" 
  • Netzwerkkoordination "Frühe Hilfen"
  • Netzwerkkoordination "Kindeswohl"
  • Für einen wirksamen Kinderschutz werden Fortbildungsveranstaltungen für Akteure aus Kitas, Schulen, Gesundheitswesen, etc. organisiert
  • Mütter/Vätertreff in allen Familienzentren organisieren
  • Teilnahme an Fortbildungen
  • Teilnahme im Beratungsnetzwerk "Frühe Hilfen“ des LWL

Erster Jahresbericht "Soziales Frühwarnsystem in Haltern am See"

Ansprechpartner:
Netzwerkkoordinator FRÜHE HILFEN und Kinderbeauftragter 
Herr Rudi Wilkens
Verwaltungsgebäude Rochfordstr. 1
Zi. Nr. 2.12, Tel. 02364 / 933 244
 
Bürosprechzeiten:
-ungerade Kalenderwochen: Dienstag 9:00 - 11:30 Uhr
-gerade Kalenderwochen    : Donnerstag  14:00 - 15:30 Uhr
-letzter Montag im Monat   : 17:30 - 19:00 Uhr
nach vorheriger telef. Anmeldung im Sekretariat:
Frau Twickler  Tel. 02364/933392
 

 

 

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